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„Thai Street Food“ in meiner Küche

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Vor einiger Zeit hatte ich in der Bücherei das Kochbuch „Thai Street Food“ von Tom Vandenberghe und Eva Verplaetse entdeckt. Dies hatte mir so gut gefallen, dass mein Mann es mir zum Geburtstag schenkte. Die Autoren nennen ihr Buch selbst ein „Reiseführer-Kochbuch“, denn neben den vorgestellten Gerichten und Rezepten, erzählen sie auch über Bangkok und Thailand und geben Empfehlungen für Garküchen etc.. Viele Beschreibungen in diesem Buch erinnern mich an unsere beiden Bangkok-Reisen. Ein Kapitel heißt zum Beispiel „Bootsfahrt auf dem Chao Phraya“ und ich musste sofort an meine Chao Phraya Überquerung denken. Bei unserer ersten Bangkok-Reise waren wir mit zwei Freunden unterwegs und entschlossen uns, eine Klongfahrt zu unternehmen. Eigentlich kann ich alles, was mit Bootfahren oder ähnlichem zu tun hat, nicht leiden, aber ich hatte gehört, dass die Klongfahrten wirklich sehr schön sein sollten. Klongs sind Wasserstrassen, die u.a. durch Bangkok führen und die lange zum Beispiel als Transportwege genutzt wurden. Allerdings sind wir vorher einmal quer über den Chao Phraya gefahren und das in einem Ruderbötchen. Das hatte mir vorher aber keiner gesagt. Ich hatte die Nerven blank! Na ja, als wir dann aber -nach einer für mich gefühlten Ewigkeit- endlich im ersten Klong in ruhigen Gewässern und idyllischer Umgebung schipperten, konnte ich die Fahrt dann doch genießen, zumindest so lange bis der Bootsführer uns mitten im Grünen aussteigen ließ, weil er mutmaßte, ein Leck im Boot zu haben….
Nun ja, bei unserer zweiten Bangkok-Reise genossen mein Mann und ich dann lieber den Blick auf den Chao Praya bei Sonnenuntergang und einem leckeren Cocktail auf der Terrasse des „Oriental Hotels“!
Am Wochenende habe ich sieben Rezepte aus dem „Thai Street Food“ Kochbuch ausprobiert! Alle sehr lecker! Drei davon möchte ich heute vorstellen. Bei den Rezepten musste ich zum Teil etwas abwandeln, da ich nicht alle frischen Zutaten zusammentragen konnte und es leider nich geschafft hatte, noch den nächsten Asia-Supermarkt aufzusuchen. Aber das machte nichts, alles schmeckte köstlich!

„Satay Gai“ – Gegrillte Hähnchenspieße

Hähnchen-Spieße

Hähnchen-Spieße

450 g Hähnchenbrust
2TL Koriandersamen
1/2 TL Kreuzkümmel (im Rezept stand Kümmel, aber ich war nicht sicher, ob wirklich Kümmel oder doch Cumin (Kreuzkümmel), der eher in der asiatischen Küche zu finden ist, gemeint war.)
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
4 Schalotten, fein gehackt
ca. 2,5 cm frischer Ingwer, geschält und zerkleinert
1 TL Kurkuma (eigentlich 2,5 cm frische Kurkumawurzel, geschält und zerkleinert)
1 TL Salz
2 EL Öl
2 EL Zucker (mir waren die Satay mit den 2 EL Zucker etwas zu süß, ich würde beim nächsten mal nur 1 EL nehmen)
Holzspieße

Die Hähnchenbrust in feine Streifen schneiden. Koriandersamen, Kreuzkümmel, Knoblauch, Schalotten, Ingwer und Kurkuma zu einer glatten Paste vermengen. Im Buch wird dies im Mörser gemacht, ich habe den Pürierstab dafür genommen. Salz, Öl und Zucker hinzufügen und unterrühren. Hähnchenstreifen mit der Marinade mischen und mindestens eine Stunde ziehen lassen. (Ich habe das Fleisch über Nacht marinieren lassen.)
Das Fleisch wellenförmig auf die Holzspieße stecken. Im Buch ist vorgesehen, dass die Satay gegrillt werden. Ich habe die Spieße in einer Grillpfanne zubereitet. Und ein Teil der Spieße liegt im Gefrierschrank für`s „Angrillen“ , wann auch immer das in „Frosty Germany“ sein wird…
Es wird empfohlen, die Holzspieße bevor das Fleisch darauf kommt, gut zu wässern. Ihr könnt für die Spieße auch Schweinefilet nehmen (satay moo).

Gurken Relish („naam jim taeng-gwa“)

Gurken-Relish

Gurken-Relish

4 EL Wasser
3 EL Zucker
3 EL Essig
1 Prise Salz
1 rote Chilischote, entkernt und in kleine Stücke geschnitten
4 EL Gurke, in kleine Stücke geschnitten (Ich habe das weiche Innere der Gurke vorher entfernt.)
2 EL Schalotten, in Ringe geschnitten
1 EL Korianderblätter, fein gehackt

Das Wasser mit dem Zucker, Essig und Salz aufkochen. Wenn der Zucker sich aufgelöst hat, den Topf vom Herd nehmen, die Flüssigkeit in ein Schüsselchen gießen und abkühlen lassen. Chili, Gurke und Schalotte hinzugeben und mit Koriander bestreuen.

Ich mag das Gurken Relish sehr sehr gerne.  Zu den Gurken könnt ihr auch noch in dünne Scheiben oder Streifen geschnittene Möhren geben.

Gebratener Wasserspinat („phad pak bung fai deng“)

Gebratener Spinat

Gebratener (Wasser)Spinat

250 g Wasserspinat
1 EL Öl
2 Knoblauchzehen
1 mittelgroße rote Chilischote , entkernt und in kleine Stücke geschnitten
(2 EL gelbe Bohnensauce)
1 TL Zucker
2 EL helle Sojasauce
6 EL Wasser oder Hühnerbrühe

Öl in einer Pfanne oder einem Wok erhitzen. Knoblauch durchpressen und mit der Chilischote (und der Bohnenpaste) bei mittlerer Hitze darin anbraten. Wasserspinat hinzufügen, Hitze erhöhen und unter Rühren braten, bis die Blätter weich sind. Die Hitze wieder reduzieren und Zucker, Sojasauce und Wasser bzw. Hühnerbrühe zum Gemüse geben.

Da ich leider keinen Wasserspinat hatte, habe ich diesen durch junge Spinatblätter ersetzt. Ich werde das Rezept aber auch einmal mit Pak Choi oder Mangold kochen.
Und auch die gelbe Bohnenpaste fehlte mir. Aber auch ohne diese, schmeckt das Gericht prima!

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