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Erbsen-Suppe(n-Eintopf)

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Als wir in den Herbstferien die Sonne Floridas genossen, versuchten wir, die Berichte unserer lieben Daheimgebliebenen über das kalte, fiese Wetter, das in der ersten Oktoberhälfte in Deutschland Einzug gehalten hatte, zu ignorieren. Nee, nee, wenn man in der warmen Sonne ist, möchte man nicht an dunkle, kalte, nasse Tage denken.
Dennoch freute ich mich darauf, wieder Gerichte zu kochen, die man zwar grundsätzlich ganzjährig zubereiten könnte, die jedoch bei warmem Wetter irgendwie nicht so gut schmecken wollen wie in der kühleren Jahreszeit. Also nahm ich mir vor, nach unserer Rückkehr direkt am nächstmöglichen Wochenende, an dem wir mal so rein gar nichts vorhatten, eine leckere Erbsen- oder Linsensuppe zu kochen.
Das es dann ein Wochenende werden würde, an dem die Temperaturen eher frühlingshaft anmuten (Nicht, dass ich mich darüber beschweren möchte, von mir aus könnte es so bis zum Frühling bleiben 🙂 .), konnte ich bei meinem Entschluss noch nicht ahnen und da ich wirklich richtig dolle Appetit auf Erbsensuppe hatte, habe ich trotz milder 20° C  meine Suppe trotzdem gekocht.

Wenn ich davon spreche, Erbsen- oder Linsensuppe zu kochen, müsste ich eigentlich eher von Eintopf reden, denn meine Erbsensuppe, so wie ich sie aus Mamas, Omas und auch anderen Küchen unserer Gegend kenne, ist aufgrund ihrer Fleisch, Speck und Wursteinlage recht reichhaltig.

Als Kind war ich überhaupt kein großer Suppenfan. Im Herbst/Winter kochte meine Mama -nicht wirklich zu meiner Freude- oft einen dicken Topf Erbsen-, Linsen-, Bohnen- oder Graupensuppe und ich versuchte, von meinem Teller so wenig wie möglich essen zu müssen. Meine Liebe zu Suppeneintöpfen habe ich erst später entdeckt. Heute weiß ich wirklich nicht mehr, warum ich die köstlichen Suppen nicht mochte. Ganz stolz war ich jedenfalls, als ich zum ersten Mal selber eine Erbsensuppe gekocht habe -ganz alleine ohne Rückfragen bei Mama- und mein Süppchen auch noch richtig lecker geschmeckt hat.

Das Gute an so einem großen Topf Suppe ist jedenfalls, dass ich noch zwei Portionen einfrieren konnte und so nun auch noch einen leckeren Suppenvorrat für richtig kalte Tage habe. 😉

Erbsensuppe

Erbsensuppe

Erbsen-Suppe(n-Eintopf)

500 g grüne Erbsen, getrocknet

Am Abend vorher gebt ihr die Erbsen in einen großen Suppentopf und bedeckt sie mit Wasser. Lasst die Erbsen über Nacht einweichen.

ein Stück Knollensellerie, in ca. 1 cm großen Würfel geschnitten

1 Stange Lauch/Porree, in ca. 0,5 cm breite Ringe geschnitten

ca. 2-3 mittelgroße Möhren, in ca. 1 cm große Würfel geschnitten

ca. 4 mittelgroßen Kartoffel, in ca. 1 cm große Würfel geschnitten

ca. 500 g Schweineschwänze in Stücken

ca. 500 g dicke Schweinerippe

ca. 3 Scheiben Bauchspeck, in ca. 2 cm breite Streifen geschnitten

ca. 100 g geräucherte Schinkenwürfel

ca. 250 – 300 g Bauchspeck, geräuchert, in ca. 1,5 cm breite Streifen geschnitten

ca. 3 frische Mettenden, in Scheiben geschnitten

1 EL getrockneter Majoran

1 mittelgroße Kartoffel

1 Zwiebel, fein gewürfelt

etwas Butter

ggf. Salz, Pfeffer

Gebt das geschnittene Gemüse (nur die Zwiebel und das eine Kartöffelchen nicht), sowie Fleisch, Speck und Wurst zu den Erbsen in den Topf.

Füllt den Topf nun mit kaltem Wasser auf, bis die Zutaten mit Wasser bedeckt sind.

Erbsensuppe

Erbsensuppe

Erhitzt nun die Suppe und lasst sie bei mittlerer Hitze zugedeckt ca. 1 bis 2 Stunden köcheln. Obwohl ich die Erbsen immer vorher einweiche, damit sich deren Kochzeit verkürzt, lasse ich die Suppe trotzdem immer ausgiebig köcheln.

Die Zwiebelwürfel bratet ihr in einer Pfanne in der Butter bräunlich (Vorsicht, dass sie nicht anbrennen und zu dunkel werden!).

Zum Ende der Kochzeit reibt ihr die übrige Kartoffel in die Suppe, gebt die Zwiebelwürfel und den Majoran hinzu und lasst alles noch ein bisschen mit köcheln.

Nehmt die Schweineschwanzstücke und die dicke Rippe aus der Suppe und löst das Fleisch ab. Schneidet es in  mundgerechte Stücke und gebt diese wieder zur Suppe.

Schmeckt die Suppe mit Salz und Pfeffer ab. Erfahrungsgemäß braucht es oft gar nicht mehr so viel Salz, da Speck und Würstchen ihres an die Suppe abgeben.

Wenn ihr lieber Wiener Würstchen zur Suppe mögt, könnt ihr die Mettenden auch durch diese ersetzen. Allerdings würde ich die Wiener nicht die ganze Zeit mitkochen, sondern erst zum Schluss in der Suppe kurz erhitzen.

Die Erbsensuppe schmeckt frisch schon sehr gut, allerdings gehört auch sie zu den Gerichten, die aufgewärmt noch ein bisschen leckerer schmecken.

 

 

 

 

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