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Schlagwort-Archive: Pestos

Von Wiederschmeckensfreude und Zucchinipesto

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Hallo Ihr Lieben,

da bin ich wieder. Eigentlich wollte ich mich mit einem schönen „Start in die Grillsaison Post“ in die Osterferien verabschieden. Dann aber hatte mich mein „Pre-Travel-Syndrom“* doch wieder fest im Griff und eh ich mich versah, waren die Ferien da, ich saß im Flugzeug und mein Post war leider doch nicht fertig geworden.
(*Silkes Pre-Travel-Syndrom: Putz-, Wasch-, Bügel- und Aufräumfimmel gepaart mit und verstärkt durch Flugangst)

Ja, da saß ich nun im Flugzeug. 12 Stunden Flug trennten mich von dem Ort, den ich seit 12 Jahren nicht mehr gesehen habe: Singapur!
Meine Vorfreude war riesengroß und glücklichweise schaffe ich es durch diese Freude auf Land, Leute, Essen etc. immer wieder, in ein Flugzeug zu steigen und Hand in Hand mit meinen Lieben loszufliegen.

Im Gepäck hatte ich viele schöne Erinnerungen und Erwartungen. Mein Mann, der inzwischen schon zweimal wieder beruflich in Singapur gewesen ist, hatte mich jedoch schon darauf vorbereitet, dass sich wirklich vieles verändert hat und ich bestimmt die ein oder andere Ecke gar nicht wieder erkennen würde. Aber meine Vorfreude konnte nichts bremsen. Allein schon der Gedanke an meine Lieblingsgerichte, die mich erwarteten, ließ mir das Wasser im Munde zusammenlaufen. Laksa, Curry Chicken, Kaya Toast, Murgh Makhani, Satay, Murtabak, Curry Puff, Ice Kachang…. konnte ich schon förmlich vor mir sehen und schmecken. Pure Wiederschmeckensfreude 🙂 !!

Die Fahrt vom Flughafen zum Apartmenthaus, in das wir uns eingemietet hatten (.. und kreisch, genau in diesem haben wir auch damals während unseres Jahres hier gewohnt…) war eigentlich wie immer. Damals hatte ich in einem Reiseführer gelesen, dass schon die Fahrt vom Flughafen ins Centrum ein Erlebnis wäre, denn die Straße sei gesäumt von wunderschön anmutenden Palmen und Bougainvillea. Jaa, da waren sie wieder, „meine“ Bougainvilleen… ganz zauberhaft… und Palmen liebe ich ja sowieso.

Als die Skyline in Sicht kam, musste ich dann schon zugeben, dass da der ein oder andere Turm mehr zu sehen war

Singapore

Singapore Skyline

und spätestens als ich aus der Ferne das „Marina Bay Sands“ erblickte, das ich bisher nur aus dem Fernsehen, aus Zeitschriften oder meinem Singapurpuzzle, das Maritus mir noch kurz vor der Reise geschenkt hatte, kannte,

Marina Bay

Marina Bay

wußte ich, dat ist alles en bissgen anders jetzt.

Dafür war die Ankuft im Apartmenthaus jedoch fast wie ein Déjà-vu. Zwar heißt es jetzt ein wenig anders, aber ansonsten schaut dort noch so gut wie alles aus wie damals. Die gleiche Küche, die gleichen Schlafräume, das gleiche Bad, nur die Wohnzimmermöbel sind erneuert worden und den guten alten Röhrenfernseher hat nun auch ein Flachbildschirm abgelöst. Ganz toll war es auf der Poolterrasse im vierten Stock … als wären wir nie weg gewesen… nur die Pflanzen waren mittlerweile mehr eingewachsen, aber sonst…. hach, wie schön. Da hatte ich schon fast ein Tränchen im Auge 🙂 .

Poolterrasse

Poolterrasse

Es war eine wunderschöne Zeit, die leider viel zu schnell vergangen ist. Und auch, wenn sich in Singapur sehr viel verändert hat, meine Lieblingsgerichte waren genauso lecker wie immer 🙂 !! Deshalb habe ich beschlossen, mir zumindest kulinarisch hier und da immer mal wieder ein Stückchen Singapur nach Hause zu holen, sozusagen meinen eigenen kleinen Hawker Stall* oder Kopi tiam* für zu Hause, und meine Lieblingsgerichte einfach mal (wieder) nachzukochen.
Mit Satay habe ich mich schon das ein oder andere Mal versucht, aber den typischen Geschmack, den ich zum Beispiel von den Satay der Hawker am Lau Pa Sat* kenne, habe ich bisher noch nicht so hin bekommen.

Satay

Satay

Ich hoffe, ich kann euch bald schon von meinen singapurianischen Lieblingsgerichten berichten und Rezepte und Fotos präsentieren! Bis dahin habe ich aber auch noch einige andere „yummy projects“, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte (zum Beispiel den Grillpost 😉 ).

Heute stelle ich euch noch schnell ein leckeres Zucchinipesto vor, das ich in der Mai-Ausgabe der „Lecker“ gefunden habe. Pestos liebe ich nicht nur zu Pasta, sondern auch gerne mal zu Brot oder zum Beispiel unter Sauerrahm gemischt als Dip.

Zucchinipesto

Zucchinipesto

 

Zucchinipesto

2 EL Walnusskerne

1 kleine Zucchini von ca. 150 g

20 g Parmesan

Saft einer halben Zitrone

1 EL Olivenöl

Salz und Pfeffer

Zucchinipesto

Zucchinipesto

Die Walnüsse röstet ihr in einer Pfanne ohne Fett an, nehmt sie anschließend wieder heraus und lasst sie abkühlen.

Die Zucchini reibt ihr grob. Den Parmesan reibt ihr fein. Die Walnüsse hackt ihr grob.

Nun püriert ihr die Nüsse mit dem Parmesan, dem Zitronensaft und dem Olivenöl.

Rührt die Zucchiniraspel unter und schmeckt das Pesto mit Salz und Pfeffer ab.

Und dann ab unter die Pasta!!

———————

* Hawker Centre ist die Bezeichnung für einen Bereich, oft open-air, nur überdacht oder im Erdgeschoss eines Wohnhauses ansässig, in dem sich mehrere kleine Geschäfte (food stalls) angesammelt haben, die dort typische einheimische Speisen kochen und verkaufen und das recht günstig.
Meine Hawkerfoodfavoriten: Laksa und Chickencurry

* Kopi tiam wird ein traditioneller Kaffee-Shop genannt, in dem neben Kaffee (kopi),  Tee (teh) und weiteren Getränken, einfache (Frühstücks-)Speisen wie Toast mit Kaya (Eiermarmelade), Eier, Nudelgerichte etc. angeboten werden. Bestellt man zum Beispiel einen kopi oh bekommt man einen schwarzen gesüßten Kaffee.
Mein Favorit im Kopi tiam: Kaya-Toast und dazu einen teh `c` (heißer Tee mit gesüßter Kondensmilch).

Kayatoast

Kayatoast

 

teh

teh or kopi?

*Lau Pa Sat: Bekanntes Hawker Centre im Central Business District. Die Foodstalls sind hier in einer alten viktorianischen Markthalle (sehr schön!!!) untergebracht. Leider wurde der Lau Pa Sat gerade noch immer renoviert (Stand April 2014). Abends öffnet aber die „Satay Straße“ an der Boon Tat Street, wo man leckere Satay, Chicken Wings etc. oder ein leckeres kühles „Tiger Beer“ genießen kann. Auch wenn der Lau Pa Sat etwas touristisch angehaucht ist, gehört er trotzdem zu meinen Lieblingsplätzen.

 

 

Leckere Grillbegleiter Teil II: Feta-Creme, Blumenkohlsalat und Pistazienpesto-Mascarpone-Dip

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So, jetzt, wo ein Hoch vor der Tür steht und das Wetter endlich (wieder) schöner wird, ist es endlich wieder Zeit an`s Grillen zu denken. Heute habe ich noch einmal drei weitere leckere Vorschläge für die wichtige Grillbegleitung:

Die Feta-Creme gehört schon seit einigen Jahren zu meinen absoluten Lieblingen. Das Rezept habe ich einmal bei „Chefkoch“ gefunden (von User Lilly22). Die Zutaten habe ich meistens vorrätig, so dass sie schnell zu diversen Gelegenheiten gezaubert ist, ob zum Grillen, zum Fußball-Nachbarschafts-Public-Viewing, als Partymitbringsel oder nur mal so….

Feta-Creme

Feta-Creme

Feta-Creme

200 g Feta oder Hirtenkäse
200 g Frischkäse
1 Knoblauchzehe
2 EL gehackte glatte Petersilie
abgezupfte Nadeln von einem 1/2 Zweig Rosmarin,
2 EL Olivenöl
1/2 rote Paprikaschote
Salz, Pfeffer

Alle Zutaten in ein hoßes Gefäß geben und mit einem Stabmixer pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sollte die Creme zu fest werden, etwas Milch zugeben.

Die Feta-Creme kann je nach Käsemarke in ihrer Konsistenz variieren. Ich hatte schon von körnig bis fast flüssig alles dabei. Aber geschmeckt hat es immer!!

Neben Klassikern wie Nudelsalat mag ich beim Grillen sehr gerne leichte Salate. Den Blumenkohlsalat habe ich in der aktuellen Ausgabe der Kochzeitschrift „1,2,3…Fertig!“ (S.128) gefunden. Die Minze harmoniert perfekt mit den restlichen Zutaten. Ich finde den Salat ganz toll und er ist ein perfekter Begleiter zum Grillgut.

Blumenkohlsalat

Blumenkohlsalat

Blumenkohlsalat

1 kleiner Blumenkohl
2 Tomaten
1/2 Salatgurke
1/2 Bund Lauchzwiebeln
4 Stiele Minze
8 Stiele glatte Petersilie
Saft von einer 1/2 Bio-Zitrone
4 EL Öl
Salz, Pfeffer, Zucker

Blumenkohl recht fein schneiden oder hacken. Tomaten und Gurke würfeln. Lauchzwiebeln in dünne Scheiben schneiden. Minze und Petersilie hacken. Alles in einer Schüssel mischen. Zitronensaft und Öl zum Salat geben und mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Anschließend den Salat ca. 1 Stunde ziehen lassen und noch einmal abschmecken.

Den Pistazienpesto-Mascarpone-Dip habe ich schon seit ein paar Wochen vor mir her geschoben. Aber -so lecker das Rezept auch klingt, so mundwässernd das Bild in der „So is(s)t Italien“ auch anmutet- der Dip ist nun mal nicht gerade kalorienarm. Mascarpone, Pistazien… muss ich noch mehr sagen? Da musste ich mir schon gut überlegen, ob ich mir den kurz vor den Sommerferien wirklich hüftauswirkend gönne! Allerdings hat die Neugier und die Gaumenvorfreude gesiegt :-)! Und alleine musste ich ihn ja auch nicht essen! Ganz köstlich mit frischem Brot.

Pistazienpesto-Mascarpone-Dip

Pistazienpesto-Mascarpone-Dip

Pistazienpesto-Mascarpone-Dip

Pistazienpesto:

60 g geschälte Pistazien
1/2 Bund Basilikum
30 g frisch geriebener Parmesan
6 EL Olivenöl
abgeriebene Schale einer 1/2 Bio-Zitrone
Salz, schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

Pistazien in einer Pfanne ohne Fett rösten, etwas abkühlen lassen. Pistazien, Basilikumblätter, Parmesan und Öl pürieren. Evtl. noch etwas Öl zugeben, allerdings sollte das Pesto nicht zu flüssig werden. Nun die Zitronenschale unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mascarponecreme:

250 Mascarpone
Saft einer 1/2 Bio-Zitrone
Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Mascarpone mit dem Zitronensaft verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nun das Pesto zugeben und vorsichtig so unterziehen, dass ein marmorierter Dip entsteht.

Pistazienpesto-Mascarpone-Dip

Pistazienpesto-Mascarpone-Dip

Aprikosen-Mandel-Pesto zum „al fresco lunch“

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„Och, Mama, bitte, biiitttteee! Lass uns doch draußen essen!“ bettelte meine Tochter heute zur Mittagessenzeit.

Schön, seit Montag zeigt sich der Frühling mit Sonne, blauem Himmel und deutlich wärmeren Temperaturen, aber man muss ja nicht gleich übertreiben, ist die Luft doch noch relativ frisch. Ich weiß nicht, was mich dann letztendlich doch dazu bewogen hat (vielleicht der Blick auf die Wettervorhersage der nächsten Tage, die uns wieder Kälte und Schnee! verspricht 😦 ), dem „al fresco lunch“ dann doch zuzustimmen. Aber es hat sich gelohnt: Wir haben ohne Jacke!! auf der Terrasse gegessen. Es war herrlich mild und die Sonne schien auf unsere Rücken. Perfekt! Was es gab? Oh, Brokkolisalat (für Filia auch noch Kartoffeln) mit Putensteaks dazu Aprikosen-Mandel-Pesto. Das Pesto ist heute spontan entstanden. Ich hatte beim Aufräumen des Vorratschrankes noch ein paar Softaprikosen und ein angefangenes Tütchen gehackte Mandeln mit nicht mehr ganz so viel Inhalt gefunden. Das Pesto hat hervorragend zum Putenfleisch gepasst, ich könnte es mir aber auch sehr gut zu Käse vorstellen.

Aprikosen-Mandel-Pesto

Aprikosen-Mandel-Pesto

Aprikosen-Mandel-Pesto

6 Softaprikosen

ca. 25 g gehackte Mandeln (Das gab die Tüte noch her!)

1 kleine Knoblauchzehe (oder eine halbe große)

ca. 30 – 40 ml Olivenöl

ca. 1 TL Honig (Ich nehme für Salate etc. immer gerne Akazienhonig.)

2 Drehungen aus der Chiliflocken-Gewürzmühle

Püriert alle Zutaten.

Bei mir sind ein Teil der Mandeln noch recht grob geblieben, das machte aber nichts.

 

OK, today I gave it a try also to write an English version. My English skills are a little bit rusty, but I will try to improve again….

„Oh mum, please, please, let`s eat outside!“ begged my daughter today at lunch time.
OK, since Monday spring shows with sun, blue skies and pleasant temperatures, but we don`t have to overdo: air ist still somewhat cold! I do not exactly know what persuaded me (perhaps to look at the weather forecast for the next few days, which promises us cold and snowy weather again 😦 ). Finally I agreed to the „al fresco lunch“, but it was worth it: we ate on the terrace without jackets. Sun was warming our backs. It was gorgeous.
Todays lunch: broccoli salad (for Filia also potatoes) with turkey steaks and apricot almond pesto. The pesto emerged spontaneously. I was cleaning up the storage cabinet, when I found a couple of soft apricots and an open bag chopped almonds. I really liked it with the turkey, but I think the pesto also goes well with cheese.

Apricot Almond Pesto

6 dried soft apricots
about 25 g chopped almonds
1 small garlic clove (or half a large)
about 30 to 40 ml olive oil
about 1 teaspoon honey (I prefer acacia honey)
2 turns of the pepper flakes spice mill

Puree all ingredients. A part of the almonds remained fairly coarse, but it didn`t matter to me.

Sonne aufs Brot

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Das Wetter hier bei uns in Düsseldorf ist gerade nicht so dolle. Es ist kalt, nass und einfach nur usselig. Und trotz Kerzen, köstlichen Keksen und Tee verlangte es mich nach ein klein wenig Sonne, zumindest auf meinem Brot. Ich hatte schon länger ein Pesto aus getrockneten Tomaten, Haselnüssen und getrockneten Feigen im Kopf und gestern habe ich mein Pesto dann endlich gemacht…
…und heute, wo es durchgezogen ist, schmeckt es sogar noch ein kleines bisschen besser!

Rotes Pesto mit Tomaten, Haselnüssen und Feigen

Rotes Pesto mit Tomaten, Haselnüssen und Feigen

Rotes Pesto mit Tomaten, Haselnüssen und Feigen

ca. 180 g getrocknete Tomaten in Öl
ca. 50 g getrocknete Feigen
ca. 25-30 g Haselnüsse
ca. 25-30 g Parmesan
60-70 ml Olivenöl
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Tomaten unabgetropft (aber ohne das ganze Öl) mit den Feigen, den Haselnüssen, dem Käse, dem Olivenöl und dem schwarzem Pfeffer pürieren. Evtl. muss noch etwas Öl zugegeben werden.
Mit Pasta oder auf Brot genießen.
Das restliche Pesto habe ich in ein Schraubglas gegeben und mit Olivenöl bedeckt in den Kühlschrank gestellt. Leider habe ich keine Erfahrung, wie lange es so haltbar bleibt, also am besten schnell aufessen!

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